Archiv der Kategorie: Westküste 2011

Der ungeplante 24. Tag

Wir flogen also gerade nach Hause und die Route zeigte – korrekterweise – Richtung Grönland, bis sie nach ca. 2 Stunden einen Knick machte und unser neues Ziel auf einmal New York war. Eine Stunde später bequemte sich unser Kapitän doch mal dazu uns zu sagen, dass unsere Maschine ein elektronisches Problem aufweist und wir so nicht nachts über den Atlantik fliegen dürfen.

1 Stunde vor New York knickte die Route erneut ein. Diesmal direkt Richtung Süden und unser neues Ziel hieß Miami. Unsere Flugbgleiter machten sich rar und man hörte quasi die Ungewissheit der Fluggäste.

Wieder eine Stunde später kam dann endlich eine Durchsage… New York will uns um diese Uhrzeit nicht, wir fliegen nun nach Miami. Dort bekommen wir Hotelgutscheine und die Informationen wie es weitergehen soll.

Nach 7 Stunden Flug sind wir um 4 Uhr morgens in Miami gelandet. Um 5:15 Uhr hatten wir dann endlich unseren Hotelgutschein (Chaos). Nach langen Warten auf einen freien Shuttelbus sind wir um 6:00 Uhr im (Airport-)Hotel gewesen. Bis der – langsamste – Check-In der Gäste durch war, waren wir um 6:45 Uhr endlich im Zimmer. Leider mit der Gewissheit, dass wir um 11:00 Uhr wieder am Flughafen sein sollten, da wir komplett neu eingecheckt werden müssen.

Nach 2 Stunden Schlaf, einer wohltuenden Dusche und gutem Frühstück waren wir pünktlich am Flughafen. Alle anderen der über 300 Passagiere waren leider überpünktlich und die Schlange dementsprechend groß. Dank zweier neuer Bekanntschaften (danke Lena und Svenja) konnten wir uns doch weiter vorne einordnen.

Zum Glück mussten wir nicht mit der Maschine fliegen, die uns den Schlamassel eingebrockt hat. Das durften dann die, die eigentlich um 15:25 Uhr hätten fliegen sollen. Die kamen dann später auch zum Einchecken – sie wussten ja nichts von ihrem Glück – und folglich standen dann über 600 Leute in der Schlange am Check-In Schalter.

Um 13:30 Uhr hielten wir endlich unsere neuen Tickets in der Hand und um 14:05 Uhr sollte schon das Boarding beginnen. Also ab zum Gate. Das Boarding begann dann um 15:00 Uhr und der geplante Start von 15:25 Uhr verschob sich auf 16:20 Uhr.

Um 7:20 Uhr sind wir in Düsseldorf gelandet – damit war unser Urlaub nun wirklich zu Ende – danke Airberlin…

23. Tag

Nachdem wir gestern erst gegen Mitternacht wieder im Hotel waren, durften wir heute um 5 Uhr aufstehen um nicht zu spät am Pier 39 zu sein, da wir dort zum Whale Watching abgeholt wurden. Der Berufsverkehr an der Oakland Bay Bridge hätte uns fast um das Ereignis gebracht, aber ein beherzter Sprint vom Parkplatz am Pier 29 zum Pier 39 half uns pünktlich zu sein.

Das hier war unser Boot:

Whale Watching

Bei der Abfahrt war das Wetter in San Francisco sonnig, strahlend blauer Himmel und über 20°:

Whale Watching

… doch kurze Zeit später sahen wir so aus…

Whale Watching

… weil sich das Wetter ab der Golden Gate Bridge so gestaltete:

Whale Watching

Nach einer ziemlich aufregenden Fahrt (hohe Wellen, starrer Blick an den Horizont, damit einem nicht schlecht wird) ging es ca. 35 Km von der Golden Gate Bridge entfernt raus auf den Pazifik. Hier hielt das Boot an und wir konnten die ersten Wale sehen. Später waren sie auch ganz nah am Boot:

Whale Watching

Und hier noch ein Video dazu:

whale_watching

Wir haben über 10 Buckelwale und einige Blauwale gesehen. Nach 3 Stunden (2 Stunden Hinfahrt, 1 Stunde Wale beobachten) ging es zurück nach San Francisco. Inzwischen waren wir schon etwa seefester – Im Gegensatz zu den beiden Asiaten an Bord, die von Beginn an nur über der Reling hingen 😀

Und wieder das gleiche Spiel wie zu Beginn… Wetter vor der Golden Gate Bridge:

Whale Watching

Und dahinter:

Whale Watching

Nach einem kurzen Stopp am Cliff House (das 2004 komplett umgebaut wurde)…

Cliff House

… und einem Blick auf den schönen Strand von San Francisco…

San Francisco

… ging es zum Flughafen. Da beides, Cliff House und Strand, westlich der Golden Gate Bridge liegen, war das Wetter an diesem Tag, wie beim Whale Watching gesehen, hier leider nicht so schön.

Damit war unser Urlaub leider schon wieder – viel zu schnell – zu Ende… dachten wir…

22. Tag

Zuerst ging es von unserem Hotel in Oakland aus in den ca. 2 Km entfernten Nachbarort Alameda (ca. 73.ooo Einwohner) um die 4. Juli Parade anzuschauen. Mit über 170 Gruppen (lokale Vereine, Politiker, diverse Firmen und natürlich das Militär) und über 5 Km Wegstrecke ist sie die zweitgrößte Independence Day Parade der USA.

Alameda

Alameda

Alameda

Die „Alamediander“ haben es sich schon früh am Straßenrand auf Camping-Stühlen und Picknickdecken mit entsprechender Verpflegung gemütlich gemacht.

Danach ging es nach San Francisco an der City Hall vorbei…

City Hall

… durch das Hippie-Viertel Haight-Ashbury

Haight-Ashbury

Haight-Ashbury

… bis zum Golden Gate Park

Golden Gate Park

Golden Gate Park

Nach einem Spaziergang ging es zurück ins Hippie-Viertel zum Abendessen und von dort aus mit dem Bus (was für ein Durcheinander mit den ganzen Linien) bis zum Strand an den Aquatic Park. Hier und am Pier 39 haben sich alle versammelt um das große Feuerwerk um halb zehn zu sehen.

Wir haben uns an den Strand gesetzt…

Aquatic Park

Aquatic Park

… und haben gewartet bis es langsam dunkel wird…

Aquatic Park

… und das Feuerwerk beginnt:

Aquatic Park

Hier und am Pier 39 wurde das gleiche Feuerwerk parallel gestartet – damit auch jeder gut sehen kann. 🙄

Da ein Feuerwerk schwer zu fotografieren ist, hier mal zwei Videos – eins vom Anfang, eins vom Ende:

4th_july_firework_1

4th_july_firework_2

 

21. Tag

Nach unserem gestrigen Yosemite-Debakel sollte es heute zur Erholung etwas ruhiger werden. Zuerst ging es mit der Bahn und zu Fuß wieder zum Pier 39, Fisherman’s Wharf (von den vielen Seehunden die am Pier rumliegen sind im Sommer übrigens nur eine Handvoll da). Wir haben uns durch die Massen an Touristen gekämpft um eine günstige/n Tasche/Koffer für die Rückreise zu finden – schließlich haben wir ja das ein oder andere Outlet besucht. 😀

Dann sind wir weiter Richtung Aquatic Park – hier liegen ein paar ältere Schiffe vor Anker und Geschichten über die Seefahrt werden erzählt – und den angrenzenden Stadtstrand spaziert.

San Francisco

Es ging am Fort Mason vorbei – endlich weniger Touristen – wo am anschließenden kleinen Park wohl die Einheimischen die sonnigen Tage verbringen…

San Francisco

… am Yacht-Hafen vorbei…

San Francisco

… bis zum Strand in der Golden Gate National Recreation Area, der bei dem Wetter natürlich entsprechend gut besucht war. Abseits des Kindergeplärres – jaja, irgendwann nervt es halt – haben wir dann ein Nickerchen gemacht und sind am Abend wieder zurück zum Hotel aufgebrochen.

Für die letzten beiden Tage haben wir ein straffes Programm:

4. Juli – 10:00 Uhr 4th July Parade anschauen, mit den Massen im Golden Gate Park feiern, abends Feuerwerk am Pier

5. Juli – 7:30 Uhr Whale Watching auf hoher See, danach ab zum Flughafen die Heimreise antreten.

Die Tage werden dann wahrscheinlich erst nachgereicht, wenn wir schon wieder in Deutschland sind.

Vorweg schon einmal ein paar Fakten zu unserer Reise:

a. wir waren ca. 5.000 Km auf amerikanischen Straßen unterwegs

b. die Spritkosten belaufen sich auf ca. 170 Euro

c. durchschnittlich haben wir zusammen 74 Euro pro Nacht bezahlt

d. im Schnitt haben wir unter 20 Euro täglich für Essen ausgegeben

Und wieder etwas für die „daraus haben wir gelernt“-Ecke:

Wenn man mit der BART (Bay Area Rapid Transit, verbindet u. a. Oakland und San Francisco) fahren möchte und mit seinem Ticket an der gleichen Station an den „Drehkreuzen“ ein- und auscheckt (z. B. man hat etwas vergessen – oder was auch immer) kostet das gleich 5,20 Dollar (Straf-)Gebühr 😯

20. Tag – Yosemite will uns nicht!

Wir erinnern uns… am 17. Tag ist die Tour zum Yosemite National Park aufgrund schlechten Wetters ausgefallen. Heute sollte es dann soweit sein. Um es kurz zu machen:

Do’s:

– Immer schön brav tanken –> haben wir gemacht!

Don’ts:

– An einem 3-Day-Weekend (Montag, 4 Juli = Unabhängigkeitstag) – auch noch an einem Samstag – in den Yosemite National Park fahren –> haben wir gemacht! 🙄

Von San Francisco aus zum Park hätten wir unter normalen Umständen ca. 3 Stunden mit dem Auto benötigt und waren auch entsprechend früh unterwegs. Bis wir im Yosemite Village angekommen sind waren über 6 Stunden vergangen!! Zum Dank wurden wir dann an jedem Parkplatz durchgewunken und waren innerhalb weniger Minuten aus dem Village raus und hätten die Heimreise in unser Hotel wieder antreten dürfen – na danke…

Wir haben dann etwas außerhalb geparkt, aber unsere Planung, den 5,6 Km Marsch (600 Meter Höhenunterschied) zu den Upper Yosemite Falls anzutreten, war natürlich dahin. Uns blieben nur noch die völlig von Touristen überlaufenen, weil leicht zu erreichenden, Lower Falls.

Zur Verdeutlichung:

Hier einmal die Lower und Upper Falls:

Yosemite

Und was geplant war uns was letztendlich nur ging:

Yosemite

Ein paar schöne Fotos gibt es trotzdem noch:

Yosemite

Yosemite

Yosemite

Na ja, wenigstens etwas für das nächste Mal gelernt… (genau wie: Mückenschutz auftragen bevor man an stehenden Gewässern vorbeigeht).

19. Tag

Zuerst sind wir – mit dem Auto ca. 30 Minuten – nach Sausalito gefahren. Einem schönen Städtchen in der Bucht von San Francisco. Neben dem sehenswerten Yacht-Hafen…

Sausalito

… Reihen sich hier Restaurants, Boutiquen und Souvenir-Shops aneinander:

Sausalito

Sausalito

Zudem hatte man tolle Blicke auf das wenige Km entfernte San Francisco:

Sausalito

Nach Lunch (Seafood für Laura, Chicken für mich) an der Waterfront von Sausalito ging es in die 13 Km entferneten Muir Woods zu den beindruckenden Redwood Bäumen (bis ca. 80 m Höhe):

Muir Woods

Muir Woods

Muir Woods

… wo wir dann auch endlich unseren ersten Bären gesehen haben…

Muir Woods

Gegen 17 Uhr sind wir wieder Richtung San Francisco los. Diesmal über die Golden Gate Bridge (6$ Gebühr)…

Golden Gate Bridge

… und zum anschließenden Vista Point um ein paar gute Fotos zu bekommen:

Golden Gate Bridge

San Francisco

Von dort aus sind wir die Lombard Street – inkl. dem berühmten Teil (27% Gefälle, 8 Kurven auf 145 m) – runter…

Lombard Street

Lombard Street

… an den Touristen vorbei ab in den Berufsverkehr – dadurch hatte Laura genug Zeit ein paar Fotos von San Francisco Downtown zu machen:

San Francisco

Zum Abschluss sind wir unter der Oakland Bay Bridge durch zurück ins Hotel:

Oakland Bay Bridge

18. Tag

Das Wichtigste vorweg: Das Frühstück im Hotel ist sehr gut! Danach ging es dann mit dem Hotel-Shuttle zur nächsten Bahnstation in Oakland mit der wir dann innerhalb von zwei Stationen in San Francisco an den Piers gelandet sind. Von dort aus konnten wir dann erst einmal einen Blick auf die Oakland Bay Bridge werfen:

San Francisco

Nach einem 20 minütigen Spaziergang sind wir dann am Pier 39, Fishermans Wharf, angekommen. Eine der Touristenattraktionen in San Francisco. Dort war auch dementsprechend viel los…

San Francisco

San Francisco

… aber man hatte eine schöne Sicht auf Alcatraz und die Golden Gate Bridge:

Alcatraz

Golden Gate Bridge

Da es am Hafen doch sehr frisch war – strahlender Sonnenschein, aber nur ca. 18°C und starker Wind – sind wir die Straßen auf und ab (aber nicht mit der Cable Car)…

San Francisco

… Richtung Union Square gewandert. Nachdem wir uns die Geschäfte angeschaut haben und in einem Old School Diner Abendessen waren, sind wir gegen 20:00 Uhr zurück in Oakland gewesen und konnten noch ein paar nette Fotos an der Waterfront schießen…

Oakland

Über den 5 Km Marsch zurück zum Hotel – durch nicht so schöne Ecken von Oakland – reden wir hier nicht 😐

17. Tag

Bei nur 0°C (!!) und Regen am Morgen haben wir uns schon auf das Schlimmste gefasst gemacht. Nach einem recht mageren Frühstück wurde uns beim Checkout schon mitgeteilt, dass es im Yosemite Park ebenfalls regnet. So sah es auf dem Weg aus…

Yosemite
Da wir eh durch den Park mussten um nach Oakland zu gelangen haben wir es vom Wetter abhängig gemacht, ob wir nun zu den Yosemite Falls wandern, oder den Park an einem anderen Tag besuchen. Da es im Yosemite Village ebenfalls geregnet hat und wir auf
so ein Wetter nicht vorbereitet waren…

Yosemite

😀

…ging es also Richtung Oakland weiter. Um den Tag aber nicht zu verlieren sind wir zuerst nach Gilroy in ein riesen Outlet Center (145 Shops) gefahren und haben die letzten Schnäppchen abgegriffen. Das war eigentlich für einen späteren Tag geplant. Bei Appelbee’s gab es dann Abendessen – sehr lecker – und um 22 Uhr sind wir dann in unserem Hotel in Oakland angekommen. Überraschung… wir haben ein kostenloses Upgrade für eine Suite bekommen. Mit Balkon und Blick auf die wenige Meter entfernte Waterfront von Oakland:

Oakland

Hier können wir es uns für sechs Nächte sehr gut gehen lassen….

16. Tag

In Anbetracht der 4 Stunden Fahrt nach Mammoth Lakes haben wir den Tag nach einem guten Frühstück in unserem Motel mit einem Besuch des Shopping Outlets in Barstow begonnen. Nach ein paar Stunden und einigen Dollar weniger haben wir uns dann auf den Weg gemacht. Sind wir noch bei ca. 40°C losgefahren konnten wir auf dem Weg durch die Ost Sierra Nevada schon erkennen was uns in den Bergen in Mammoth Lakes erwartet…

Sierra Nevada

Sierra Nevada

„Oben“ waren es dann nur noch ca. 10°C und es sah aus als wären wir gerade im Allgäu angekommen. Passend dazu hieß unser Hotel auch Austria Hof Lodge & Lounge. Zum Dinner ging es in John’s Pizza Works, wo wir uns bei Knoblauchbrot und Pizza ziemlich überfuttert haben. Da wir früh raus wollten um nicht zu spät am Yosemite anzukommen, ging es früh ins Bett.

15. Tag

Bevor es von Kanab aus Richtung Zion National Park ging, haben wir noch einen kurzen Abstecher zu den Coral Pink Sand Dunes (ca. 30 Km entfernt) gemacht, die auch schon Lokation für einige Filme waren:

Kanab

Danach ging es dann in den eine Stunde entfernten Zion National Park (wieder 25$ losgeworden) bis zum Visitor Center. Von dort aus hat uns der Shuttle-Bus bis zur Zion Lodge gebracht, von wo aus wir die Wanderung zu den Emerald Pools gestartet haben. Erstes Ziel waren die leicht zu erreichenden Lower Pools:

Zion National Park

Zion National Park

Danach ging es dann über enge, steinige, sandige Wege…

Zion National Park

Zion National Park

zu den Upper-Pools:

Zion National Park

Insgesamt haben wir für die Wanderung und Besichtigung ca. 3 Stunden benötigt – bei ca. 40°C dennoch angenehmer als der Grand Canyon Ausflug (noch heißer, weniger Wind, noch steiler). Zwischenzeitlich konnten wir diese Aussicht genießen:

Zion National Park

Nachdem uns der Shuttle-Bus wieder zum Auto gebracht hat, haben wir unsere Reise zurück in den Westen nach Kalifornien angetreten. Nach 5 Stunden haben wir Barstow erreicht und im Hotel Quartier bezogen. Morgen geht es dann nach Mammoth Lakes, bevor wir dann am Mittwoch unseren letzten Nationalpark, Yosemite, besuchen werden und abends nach San Francisco – bzw. Oakland, denn da sind die Hotels günstiger – durchfahren. Von dort aus werden wir die letzten Sehenswürdigkeiten unserer Reise erkunden.